Das TSB-Perspektivteam beginnt im Derby stark, geht aber dennoch zum dritten Mal in Folge leer aus. Auch das Rückspiel bei der SG Schorndorf verlieren die Gmünder mit 26:33 (14:11) und geraten zunehmend in einer bedrohliche Lage.
Nur phasenweise gut zu sein, das reicht nicht um zu punkten: Anders als eine Woche zuvor gegen das Spitzenteam TV Obertürkheim (20:31) ließ sich der Regionalliga-Unterbau in Schorndorf nicht vorzeitig den Schneid abkaufen, der Totaleinbruch folgte dann allerdings mit einem 5:15-Negativlauf in den letzten 20 Minuten. „Der Spielverlauf spricht für sich“, sagt TSB-Trainer Patrick Schamberger, der ohne Ersatztorwart anreisen und noch einige Wochen auf seinen Schlüsselspieler Jonathan Leichs (Auslandsaufenthalt) verzichten muss.
Dennoch hätten die Gmünder im Derby Zählbares holen können, wenn nicht sogar müssen. Angeführt von Felix Daubner legten die Gäste vor, blieben auch nach der intensiven Anfangsphase mit mehreren Zeitstrafen ruhig und setzten sich nach einer Viertelstunde erstmals mit 8:5 (15.) ab. Während der langjährige TSBler Julian Sacher im Schorndorfer Gehäuse kaum eine Hand an den Ball bekam und schon früh seinen Platz räumen musste, war Dennis Slonek ein starker Rückhalt für die Gmünder. Im Angriff setzten sich Kai Jaros und Daubner immer wieder entschlossen durch und dehnten die Führung sogar auf vier Tore aus. Das 14:11 zur Pause war hochverdient, „weil wir alle Vorgaben erfüllt und die Spielzüge super gelaufen sind.“ Auch nach Wiederanpfiff hielt der TSB dem wachsenden Druck der Hausherren zunächst stand. Aus dem Rückraum hielten Aaron Wild und Jaros ihr Team bis zum 21:18 (42.) auf Kurs.
„Doch gefühlt lief dann alles gegen uns“, hadert der Trainer auch mit „vielen und teils kuriosen Zeitstrafen“. Für den starken Daubner war die Partie bereits nach 38 Minute aufgrund der dritten Hinausstellung beendet – ein Ausfall, den die ersatzgeschwächten Gmünder nicht mehr wegstecken konnten. Acht Minuten lang blieb der TSB ohne eigenen Treffer, selbst zwei Auszeiten konnten den spielentscheidenden 0:6-Lauf nicht unterbrechen. „Auf Dauer war es einfach zu kräftezehrend“, so Schamberger, „die Schorndorfer sind im Eins-gegen-Eins extrem aggressiv draufgegangen und wir haben es nicht mehr geschafft, dagegenzuhalten.“ Der Treffer von Spielmacher Sebastian Wittek zum 22:24 (50.) läutete so keine eigene Aufholjagd ein, stattdessen wurden die Gmünder bis zum 23:30 (55.) zügig überrollt. Der deutliche Endstand von 26:33 war eine herbe Enttäuschung.
Nach nur einem Punktgewinn aus den vergangenen fünf Partien ist das TSB-Perspektivteam auf Tabellenplatz neun abgerutscht. Im „Worst Case“ von bis zu fünf Absteigern bei der geplanten Verkleinerung der Bezirksoberliga liegt man damit exakt über dem Strich. „Es ist krass, was in der Liga passiert“, verweist Schamberger darauf, dass fast alle direkten Konkurrenten gewonnen haben. Der erneute Abstiegskampf ist längst Realität für den letztjährigen Landesligisten. Und es wird nicht einfacher: Nächster Gegner ist am Samstag, 21. Februar (17:15 Uhr / Große Sporthalle) der seit zehn Spielen ungeschlagene Spitzenreiter TSV Schmiden II. „Vielleicht ist es genau richtig, dass wir da nichts zu verlieren haben“, hofft der TSB-Coach und will während der Faschingspause „frische Luft ins Handballhirn“ lassen: „Wir werden nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern weiter an uns glauben und an uns arbeiten.“
TSB II: Dennis Slonek (2) – Kai Jaros (8/4), Felix Daubner (4), Sebastian Wittek (4), Aaron Wild (4), Noel Reibstein (2), Jonas Stütz (1), Can Oktay (1), Paul Fritz, Kai Kiesel, Dominik Gold, Max Wollmann
Rote Karte: Felix Daubner (TSB/38./Dritte Zeitstrafe)
(Nicolas Schoch)







































