„Eines der reizvollsten Spiele“: TSB Gmünd will die stärkste Mannschaft im Stauferland bleiben

Zwanzig Punkte trennen den TSB Gmünd vom Dauerrivalen TSV Heiningen. Noch nie waren die Rollen vor dem brisanten Regionalliga-Derby so klar verteilt, trotzdem mangelt es am Samstag (20 Uhr / Voralbhalle Heiningen) nicht an Spannung.

Nur noch einen Monat, dann ist die erfolgreichste Viertliga-Saison des TSB Gmünd bereits Geschichte. Im Duell mit dem Tabellenzweiten TV Bittenfeld II (47:5 Punkte) wird sich kommende Woche entscheiden, ob die drittplatzierten Jets (44:8) sogar noch den Aufstieg schaffen können. Bereits an diesem Samstagabend könnten bei der immer noch makellosen SG Köndringen/Teningen (50:0) bereits die Sektkorken knallen. So weit die faktische Ausgangslage, die im Gmünder Lager weiterhin elegant zur Seite geschoben wird.
 
Trainer Aaron Fröhlich denkt gar nicht daran, schon ein verfrühtes Fazit zu ziehen oder die Rekordsaison nun locker-lässig ausklingen zu lassen. Obwohl die vergangenen Wochen sehr kräftezehrend waren, sehnen die Gmünder keinesfalls die nahende Pause herbei. Denn, so Fröhlich: „Wir sind in einer Situation, die uns Spaß macht. Diesen Flow halten wir, bleiben von Spiel zu Spiel in unserem Rhythmus und werden uns bis zur letzten Minute entwickeln.“
 

Fröhlich hält sein Team auf Spannung

Mit einem souveränen 29:25-Heimerfolg über den Vierten HSG Ostfildern sendete der TSB zuletzt wieder ein starkes Zeichen an die Konkurrenz. „Das war ganz so, wie wir es uns vorstellen“, resümiert Fröhlich, „Nur offensiv hätten wir vielleicht sogar ein bisschen mehr draus machen können.“ Was überwog, war der Stolz auf die wiedererstarkte Abwehr. Nur in drei Saisonspielen hatte der TSB weniger Gegentore kassiert, in den ersten 26 Minuten gegen Ostfildern hatte der starke Torwart Daniel Mühleisen sogar nur sieben Mal hinter sich greifen müssen. Ein überragender Wert, wie auch der ambitionierte Trainer findet.
Der entscheidende Faktor aus Fröhlichs Sicht war die Tatsache, dass sein defensives Bollwerk erstmals seit vielen Wochen wieder komplett bestückt war. Das Duo Stephan Mühleisen und Andreas Maier ist ohnehin schon bestens eingespielt, mit dem zuvor erkrankten Christian Waibel gewann der TSB an Qualität und Erfahrung zurück. Zwar machen sich die Gmünder (745 Gegentore) nur noch geringe Hoffnungen, dem TV Bittenfeld II (723) den Rang als beste Abwehr der Liga abzulaufen. Das hatte Fröhlich vorab als eigenes Saisonziel ausgerufen: „Auch als zweitbeste Abwehr haben wir einen sehr guten Entwicklungsschritt gemacht und werden uns auch in Zukunft hohe Ziele stecken.“
 

Der TSB will die Derby-Dominanz wahren

Vier Spiele, vier Siege – nicht weniger hat sich der TSB für den Endspurt vorgenommen. Das Derby in Heiningen, gleichzeitig schon die vorletzte Auswärtsfahrt, sei der perfekte Anlass, „um neue Dinge anzusprechen und uns zu verbessern.“ Einstellen muss sich die Fröhlich-Sieben besonders darauf, dass der schwächelnde Lokalrivale gerne auch mal mit einer offensiven 3-2-1-Deckung agiert. In hoher Detailarbeit hat sich der TSB deshalb auf beide Heininger Abwehrformationen vorbereitet, will selbst ein hohes Tempo vorlegen und zum wiederholten Male mit seiner Kondition glänzen. Das gelang bereits beim Hinspiel im vergangenen November, das mit 31:23 gewonnen wurde – zugleich der höchste Gmünder Derbysieg seit 16 Jahren. Ein Beweis der Stärke, den die TSBler gerne noch einmal erbringen wollen.
Überhaupt wurden die Kräfteverhältnisse im Stauferland völlig auf den Kopf gestellt: Noch vor einem Jahr kämpfte der TSB um den Klassenerhalt und verlor beide direkten Duelle gegen den TSV Heiningen, der sich in der Aufstiegsrunde beweisen durfte. Aktuell spielen die „Staren“ eine durchwachsenen Saison und liegen als Tabellenzehnter ganze 20 Punkte hinter den Jets. Noch nie lagen beide Lokalrivalen weiter auseinander. „Mich macht es unglaublich stolz“, betont Fröhlich, „dass wir eine Mannschaft mit solch hoher Qualität so weit hinter uns lassen. Dieser positive Effekt bestätigt uns in dem, was wir für unseren Sport investieren.“
 

Heiningen ist stärker, als es die Tabelle aussagt

Auch die aktuelle Formkurve spricht klar für den TSB, denn Heiningen offenbarte bei den jüngsten Niederlagen gegen Blaustein (33:34) und Albstadt (38:42) besonders defensive Schwächen. Schwer wog außerdem die Verletzung von Rückraumschütze Nick Kohnle das Team. Stattdessen glänzte Felix Neudeck – Zwillingsbruder vom Göppinger Bundesligaprofi Oskar Neudeck – zuletzt mit 11 Treffern in Albstadt. Der junge Linksaußen Moritz Fink, mit 143/40 Saisontoren der beste TSV-Werfer, gilt ohnehin als die Entdeckung einer sonst durchwachsenen Saison. Ohnehin sei der Gegner stärker einzuschätzen, als es der zehnte Tabellenplatz aussagt, findet Fröhlich: „Wir müssen damit rechnen, dass sie an einem guten Tag eine Leistung bieten, die Platz drei oder vier würdig wäre. Darauf bereiten wir uns vor und freuen uns, dass wir dieses Derby haben.“
Objektiv geht es für die Hausherren zwar um nichts mehr: Absteigen können die Heininger nicht mehr, zumindest aber noch ein paar Ränge nach vorne rücken und den starken Gmünder in die Suppe schmecken. Genau das ist es, was dieses Lokalduell so brisant macht. Die Ränge werden voll sein, denn der TSV lädt zu einem „italienischen Abend“ in die Voralbhalle ein. „Für sie wird es eines von den reizvolleren Spielen sein“, ahnt Fröhlich: „Für uns gilt das aber auch. Es gibt nichts Schöneres, als vor vielen Zuschauern aufzulaufen – erst recht, wenn man gewinnt.“
 
Eine Mentalität, womit sich der TSB Gmünd zur Nummer eins im Stauferland aufgeschwungen hat und die Jets weiterhin am Drittliga-Aufstieg schnuppern lässt.
 
TSB: D.Mühleisen, Immer – Abt, Leichs, Maier, Pleißner, Schäffner, Scholz, J.Schwenk, Watzl, Waldraff, Bächle, Burtsche, S.Mühleisen, Waibel, Waldenmaier
Zwanzig Punkte trennen den TSB Gmünd vom Dauerrivalen TSV Heiningen. Noch nie waren die Rollen vor dem brisanten Regionalliga-Derby so klar verteilt, trotzdem mangelt es am Samstag (20 Uhr / Voralbhalle Heiningen) nicht an Spannung.

Nur noch einen Monat, dann ist die erfolgreichste Viertliga-Saison des TSB Gmünd bereits Geschichte. Im Duell mit dem Tabellenzweiten TV Bittenfeld II (47:5 Punkte) wird sich kommende Woche entscheiden, ob die drittplatzierten Jets (44:8) sogar noch den Aufstieg schaffen können. Bereits an diesem Samstagabend könnten bei der immer noch makellosen SG Köndringen/Teningen (50:0) bereits die Sektkorken knallen. So weit die faktische Ausgangslage, die im Gmünder Lager weiterhin elegant zur Seite geschoben wird.
 
Trainer Aaron Fröhlich denkt gar nicht daran, schon ein verfrühtes Fazit zu ziehen oder die Rekordsaison nun locker-lässig ausklingen zu lassen. Obwohl die vergangenen Wochen sehr kräftezehrend waren, sehnen die Gmünder keinesfalls die nahende Pause herbei. Denn, so Fröhlich: „Wir sind in einer Situation, die uns Spaß macht. Diesen Flow halten wir, bleiben von Spiel zu Spiel in unserem Rhythmus und werden uns bis zur letzten Minute entwickeln.“
 

Fröhlich hält sein Team auf Spannung

Mit einem souveränen 29:25-Heimerfolg über den Vierten HSG Ostfildern sendete der TSB zuletzt wieder ein starkes Zeichen an die Konkurrenz. „Das war ganz so, wie wir es uns vorstellen“, resümiert Fröhlich, „Nur offensiv hätten wir vielleicht sogar ein bisschen mehr draus machen können.“ Was überwog, war der Stolz auf die wiedererstarkte Abwehr. Nur in drei Saisonspielen hatte der TSB weniger Gegentore kassiert, in den ersten 26 Minuten gegen Ostfildern hatte der starke Torwart Daniel Mühleisen sogar nur sieben Mal hinter sich greifen müssen. Ein überragender Wert, wie auch der ambitionierte Trainer findet.
Der entscheidende Faktor aus Fröhlichs Sicht war die Tatsache, dass sein defensives Bollwerk erstmals seit vielen Wochen wieder komplett bestückt war. Das Duo Stephan Mühleisen und Andreas Maier ist ohnehin schon bestens eingespielt, mit dem zuvor erkrankten Christian Waibel gewann der TSB an Qualität und Erfahrung zurück. Zwar machen sich die Gmünder (745 Gegentore) nur noch geringe Hoffnungen, dem TV Bittenfeld II (723) den Rang als beste Abwehr der Liga abzulaufen. Das hatte Fröhlich vorab als eigenes Saisonziel ausgerufen: „Auch als zweitbeste Abwehr haben wir einen sehr guten Entwicklungsschritt gemacht und werden uns auch in Zukunft hohe Ziele stecken.“
 

Der TSB will die Derby-Dominanz wahren

Vier Spiele, vier Siege – nicht weniger hat sich der TSB für den Endspurt vorgenommen. Das Derby in Heiningen, gleichzeitig schon die vorletzte Auswärtsfahrt, sei der perfekte Anlass, „um neue Dinge anzusprechen und uns zu verbessern.“ Einstellen muss sich die Fröhlich-Sieben besonders darauf, dass der schwächelnde Lokalrivale gerne auch mal mit einer offensiven 3-2-1-Deckung agiert. In hoher Detailarbeit hat sich der TSB deshalb auf beide Heininger Abwehrformationen vorbereitet, will selbst ein hohes Tempo vorlegen und zum wiederholten Male mit seiner Kondition glänzen. Das gelang bereits beim Hinspiel im vergangenen November, das mit 31:23 gewonnen wurde – zugleich der höchste Gmünder Derbysieg seit 16 Jahren. Ein Beweis der Stärke, den die TSBler gerne noch einmal erbringen wollen.
Überhaupt wurden die Kräfteverhältnisse im Stauferland völlig auf den Kopf gestellt: Noch vor einem Jahr kämpfte der TSB um den Klassenerhalt und verlor beide direkten Duelle gegen den TSV Heiningen, der sich in der Aufstiegsrunde beweisen durfte. Aktuell spielen die „Staren“ eine durchwachsenen Saison und liegen als Tabellenzehnter ganze 20 Punkte hinter den Jets. Noch nie lagen beide Lokalrivalen weiter auseinander. „Mich macht es unglaublich stolz“, betont Fröhlich, „dass wir eine Mannschaft mit solch hoher Qualität so weit hinter uns lassen. Dieser positive Effekt bestätigt uns in dem, was wir für unseren Sport investieren.“
 

Heiningen ist stärker, als es die Tabelle aussagt

Auch die aktuelle Formkurve spricht klar für den TSB, denn Heiningen offenbarte bei den jüngsten Niederlagen gegen Blaustein (33:34) und Albstadt (38:42) besonders defensive Schwächen. Schwer wog außerdem die Verletzung von Rückraumschütze Nick Kohnle das Team. Stattdessen glänzte Felix Neudeck – Zwillingsbruder vom Göppinger Bundesligaprofi Oskar Neudeck – zuletzt mit 11 Treffern in Albstadt. Der junge Linksaußen Moritz Fink, mit 143/40 Saisontoren der beste TSV-Werfer, gilt ohnehin als die Entdeckung einer sonst durchwachsenen Saison. Ohnehin sei der Gegner stärker einzuschätzen, als es der zehnte Tabellenplatz aussagt, findet Fröhlich: „Wir müssen damit rechnen, dass sie an einem guten Tag eine Leistung bieten, die Platz drei oder vier würdig wäre. Darauf bereiten wir uns vor und freuen uns, dass wir dieses Derby haben.“
Objektiv geht es für die Hausherren zwar um nichts mehr: Absteigen können die Heininger nicht mehr, zumindest aber noch ein paar Ränge nach vorne rücken und den starken Gmünder in die Suppe schmecken. Genau das ist es, was dieses Lokalduell so brisant macht. Die Ränge werden voll sein, denn der TSV lädt zu einem „italienischen Abend“ in die Voralbhalle ein. „Für sie wird es eines von den reizvolleren Spielen sein“, ahnt Fröhlich: „Für uns gilt das aber auch. Es gibt nichts Schöneres, als vor vielen Zuschauern aufzulaufen – erst recht, wenn man gewinnt.“
 
Eine Mentalität, womit sich der TSB Gmünd zur Nummer eins im Stauferland aufgeschwungen hat und die Jets weiterhin am Drittliga-Aufstieg schnuppern lässt.
 
TSB: D.Mühleisen, Immer – Abt, Leichs, Maier, Pleißner, Schäffner, Scholz, J.Schwenk, Watzl, Waldraff, Bächle, Burtsche, S.Mühleisen, Waibel, Waldenmaier

Das Restprogramm des Spitzentrios:

SG Köndringen/Teningen – 1.Platz, 50:0 Punkte: Waiblingen (5.Platz, Heimspiel), Schutterwald (16..Platz, A), Willstätt (7.Platz, A), Neuenbürg (8.Platz, H), Söflingen (15.Platz, H)
TV Bittenfeld II – 2.Platz, 47:5 Punkte: Söflingen (15.Platz, H), Gmünd (3.Platz, A), Schutterwald (16.Platz, A), Plochingen (9.Platz, H)
TSB Gmünd – 3.Platz, 44:8 Punkte: Heiningen (10.Platz, A), Bittenfeld (2.Platz, H), Blaustein (13.Platz, H), Albstadt (6.Platz, A)
(Text: Nicolas Schoch - Bilder: Frank Bieg)