Zurück an die Arbeit: Der TSB Gmünd wappnet sich für das nächste Level

Meister war gestern – für den TSB Gmünd beginnt jetzt die eigentliche Herausforderung. Mit vier Neuzugängen, neuem Co-Trainer und viel Selbstvertrauen hat der Neuling die Vorbereitung auf die Premierensaison in der 3. Liga aufgenommen. Dort wollen sich die Jets gegen keinen noch so großen Gegner verstecken.

Trainer Aaron Fröhlich begrüßt seine Neuzugänge zum ersten Hallentraining, von links: Fabian Bauer (vom TSV Deizisau), Sören Winger (TV Bittenfeld II), Kai Kiesel (Zweite Mannschaft), Lenny Schwenk (FA Göppingen U19 / zuvor bereits mit Zweitspielrecht beim TSB), Co-Trainer Matthias Czypull. Es fehlt Nils Eilers (TSV Weinsberg).
 
Sechs Wochen lang durften die Aufstiegshelden genießen, abschalten und ihren historischen Erfolg wirken lassen. Nun geht die Arbeit von Neuem los. Am Donnerstagabend kehrte der TSB Gmünd zurück in die Halle und nimmt Kurs auf die erste Drittliga-Saison der Vereinsgeschichte. Ein Meilenstein, dem die junge Truppe von Trainer Aaron Fröhlich bald schon sportlich gerecht werden muss. Bereits am Wochenende 29./30. August beginnt das große Abenteuer, der Spielplan wird in den kommenden Wochen veröffentlicht. „Wir haben effektiv eine Woche weniger zur Vorbereitung“,, verweist Fröhlich darauf, dass die Zeit mehr drängt als in der Vergangenheit. „Weshalb wir noch konzentrierter und besser arbeiten müssen. Doch wir können auch auf einem anderen Niveau aufsetzen, weil wir uns jedes Jahr verbessert haben.“
Bereits am Dienstag schwitzten die Jets unter freiem Himmel bei einer intensiven Athletikeinheit, ehe anschließend schnell wieder der Ball in den Mittelpunkt rückt. Kraft, Laufarbeit und spielerische Inhalte sollen von Beginn an ineinandergreifen. Jener „Fitnessberg“, den Fröhlich in den vergangenen beiden Spielzeiten immer wieder beschworen hat und der sich besonders in engen Spielen bezahlt machte, wird erneut aufgeschüttet. Nun auch unter der Leitung von Matthias Czypull. Der Ur-TSBler fühlt sich in seiner neuen Rolle als Co-Trainer sofort wieder heimisch, die Zusammenarbeit ist klar strukturiert. „Wir sind beide Typen, die gerne Verantwortung übernehmen und die Aufgaben klar verteilen“, sagt Czypull. Chefcoach Fröhlich hebt das beiderseitige Vertrauen hervor und ergänzt: „Dadurch entsteht eine totale Effizienz.“
Ihre freie Zeit hatten sich die Spieler redlich verdient. Von nun an stehen sie knapp zehn Monate lang am Stück wieder in der Halle. Neu dabei sind Torwart Fabian Bauer sowie der abwehrstarke Kreisläufer Sören Winger, der als einer der wenigen Gmünder bereits Drittliga-Erfahrung vorweisen kann. Beim Auftakt fehlten der neue Linksaußen Nils Eilers und Linkshänder Stefan Scholz aus beruflichen Gründen. Abwehrchef Andreas Maier weilt noch in Kanada, während Christian Waibel nach seiner schweren Ellenbogenverletzung aus dem vergangenen Dezember erst später ins Mannschaftstraining einsteigen wird.
Während einige der neuen Konkurrenten unter Profibedingungen und teils sogar täglich trainieren, bleibt beim TSB vieles beim Alten. Vier Einheiten pro Woche sind in der Vorbereitung anberaumt, während der Saison werden es wie bislang drei sein. Für Fröhlich ist das der einzig richtige Weg, denn „als Amateursportler befinden wir uns körperlich an einem Limit. Wenn wir vor einem Spiel viermal die Woche und dafür weniger intensiv trainieren, gewinnt auch keiner etwas damit.“ Immerhin sind alle Akteure beruflich eingespannt. „Wichtig ist, was in den Einheiten passiert“, betont Czypull. An Intensität mangelt es bereits in der ersten Woche nicht, an gemeinsamer Zeit ebenfalls nicht.
In dieser und der kommenden Woche sehen sich die „Jets“ nahezu täglich. Bereits am Donnerstag geht es für vier Tage zum Teamausflug nach Tirol. Vom 9. bis 12. Juli folgt ein Trainingslager im Sportzentrum Bartholomä, ehe die ersten Testspiele anstehen. Für die Integration der Neuzugänge und das gemeinsame Einschwören auf die bislang größte Herausforderung könnten diese Tage kaum wertvoller sein.
Inzwischen steht auch die Einteilung der 3. Liga fest. Namhafte Gegner wie der amtierende Meister SV Kornwestheim, Zweitliga-Absteiger HC Oppenweiler/Backnang und auch totale Neulinge wie die SG Regensburg, die HSG Albstadt und eben der TSB sind in der Südstaffel vertreten. Erstmals überhaupt werden die Gmünder auch nach Bayern reisen. „Genau darauf haben wir hingearbeitet“, ist Fröhlich schon jetzt voller Vorfreude. Wenngleich es eine sportliche Grenzerfahrung werden dürfte, nachdem in seiner Amtszeit bislang gerade einmal elf von 60 Pflichtspielen verloren gingen. Von Sorgen oder Defensivdenken ist beim Meistertrainer dennoch nichts zu hören. Ganz im Gegenteil: „Wir bereiten uns nicht auf Negativerlebnisse vor, aber wir können damit umgehen und daran wachsen. Vielleicht werden wir nun die eine oder andere Chance mehr haben, an uns zu arbeiten oder einen neuen Ansporn zu haben.“
Der Klassenerhalt ist naturgemäß das oberste Ziel. „Doch wir zielen nicht darauf ab, uns nur mit zwei oder drei Mannschaften zu messen, mit denen wir vermeintlich auf Augenhöhe sind“, so Fröhlich. „Sondern wir wollen uns in eine Lage versetzen, dass wir gegen jeden gewinnen können.“ Es sind die gleichen Worte wie vor zwei Jahren, als der frühere Spielmacher einen Abstiegsrunden-Teilnehmer übernommen und in steilem Tempo an die Spitze der Regionalliga geführt hat. Eine Entwicklung, welche dem TSB nur wenige zugetraut hatten – und die in der höheren Spielklasse noch nicht beendet sein muss.
Die 3. Liga soll mehr als nur ein Abenteuer sein, so hat es Fröhlich schon unmittelbar nach den Feierlichkeiten vorgegeben: „Wir arbeiten ja nicht kontinuierlich daran, damit wir einmal den Kopf rausstrecken und der uns dann gleich abgeschnitten wird. Wir sind über zwei Jahre in verdientem Maße aufgestiegen. Deshalb sind wir jetzt in der 3. Liga richtig und werden uns da etablieren.“
 
Zeit also für ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte.
Meister war gestern – für den TSB Gmünd beginnt jetzt die eigentliche Herausforderung. Mit vier Neuzugängen, neuem Co-Trainer und viel Selbstvertrauen hat der Neuling die Vorbereitung auf die Premierensaison in der 3. Liga aufgenommen. Dort wollen sich die Jets gegen keinen noch so großen Gegner verstecken.

Trainer Aaron Fröhlich begrüßt seine Neuzugänge zum ersten Hallentraining, von links: Fabian Bauer (vom TSV Deizisau), Sören Winger (TV Bittenfeld II), Kai Kiesel (Zweite Mannschaft), Lenny Schwenk (FA Göppingen U19 / zuvor bereits mit Zweitspielrecht beim TSB), Co-Trainer Matthias Czypull. Es fehlt Nils Eilers (TSV Weinsberg).
 
Sechs Wochen lang durften die Aufstiegshelden genießen, abschalten und ihren historischen Erfolg wirken lassen. Nun geht die Arbeit von Neuem los. Am Donnerstagabend kehrte der TSB Gmünd zurück in die Halle und nimmt Kurs auf die erste Drittliga-Saison der Vereinsgeschichte. Ein Meilenstein, dem die junge Truppe von Trainer Aaron Fröhlich bald schon sportlich gerecht werden muss. Bereits am Wochenende 29./30. August beginnt das große Abenteuer, der Spielplan wird in den kommenden Wochen veröffentlicht. „Wir haben effektiv eine Woche weniger zur Vorbereitung“,, verweist Fröhlich darauf, dass die Zeit mehr drängt als in der Vergangenheit. „Weshalb wir noch konzentrierter und besser arbeiten müssen. Doch wir können auch auf einem anderen Niveau aufsetzen, weil wir uns jedes Jahr verbessert haben.“
Bereits am Dienstag schwitzten die Jets unter freiem Himmel bei einer intensiven Athletikeinheit, ehe anschließend schnell wieder der Ball in den Mittelpunkt rückt. Kraft, Laufarbeit und spielerische Inhalte sollen von Beginn an ineinandergreifen. Jener „Fitnessberg“, den Fröhlich in den vergangenen beiden Spielzeiten immer wieder beschworen hat und der sich besonders in engen Spielen bezahlt machte, wird erneut aufgeschüttet. Nun auch unter der Leitung von Matthias Czypull. Der Ur-TSBler fühlt sich in seiner neuen Rolle als Co-Trainer sofort wieder heimisch, die Zusammenarbeit ist klar strukturiert. „Wir sind beide Typen, die gerne Verantwortung übernehmen und die Aufgaben klar verteilen“, sagt Czypull. Chefcoach Fröhlich hebt das beiderseitige Vertrauen hervor und ergänzt: „Dadurch entsteht eine totale Effizienz.“
Ihre freie Zeit hatten sich die Spieler redlich verdient. Von nun an stehen sie knapp zehn Monate lang am Stück wieder in der Halle. Neu dabei sind Torwart Fabian Bauer sowie der abwehrstarke Kreisläufer Sören Winger, der als einer der wenigen Gmünder bereits Drittliga-Erfahrung vorweisen kann. Beim Auftakt fehlten der neue Linksaußen Nils Eilers und Linkshänder Stefan Scholz aus beruflichen Gründen. Abwehrchef Andreas Maier weilt noch in Kanada, während Christian Waibel nach seiner schweren Ellenbogenverletzung aus dem vergangenen Dezember erst später ins Mannschaftstraining einsteigen wird.
Während einige der neuen Konkurrenten unter Profibedingungen und teils sogar täglich trainieren, bleibt beim TSB vieles beim Alten. Vier Einheiten pro Woche sind in der Vorbereitung anberaumt, während der Saison werden es wie bislang drei sein. Für Fröhlich ist das der einzig richtige Weg, denn „als Amateursportler befinden wir uns körperlich an einem Limit. Wenn wir vor einem Spiel viermal die Woche und dafür weniger intensiv trainieren, gewinnt auch keiner etwas damit.“ Immerhin sind alle Akteure beruflich eingespannt. „Wichtig ist, was in den Einheiten passiert“, betont Czypull. An Intensität mangelt es bereits in der ersten Woche nicht, an gemeinsamer Zeit ebenfalls nicht.
In dieser und der kommenden Woche sehen sich die „Jets“ nahezu täglich. Bereits am Donnerstag geht es für vier Tage zum Teamausflug nach Tirol. Vom 9. bis 12. Juli folgt ein Trainingslager im Sportzentrum Bartholomä, ehe die ersten Testspiele anstehen. Für die Integration der Neuzugänge und das gemeinsame Einschwören auf die bislang größte Herausforderung könnten diese Tage kaum wertvoller sein.
Inzwischen steht auch die Einteilung der 3. Liga fest. Namhafte Gegner wie der amtierende Meister SV Kornwestheim, Zweitliga-Absteiger HC Oppenweiler/Backnang und auch totale Neulinge wie die SG Regensburg, die HSG Albstadt und eben der TSB sind in der Südstaffel vertreten. Erstmals überhaupt werden die Gmünder auch nach Bayern reisen. „Genau darauf haben wir hingearbeitet“, ist Fröhlich schon jetzt voller Vorfreude. Wenngleich es eine sportliche Grenzerfahrung werden dürfte, nachdem in seiner Amtszeit bislang gerade einmal elf von 60 Pflichtspielen verloren gingen. Von Sorgen oder Defensivdenken ist beim Meistertrainer dennoch nichts zu hören. Ganz im Gegenteil: „Wir bereiten uns nicht auf Negativerlebnisse vor, aber wir können damit umgehen und daran wachsen. Vielleicht werden wir nun die eine oder andere Chance mehr haben, an uns zu arbeiten oder einen neuen Ansporn zu haben.“
Der Klassenerhalt ist naturgemäß das oberste Ziel. „Doch wir zielen nicht darauf ab, uns nur mit zwei oder drei Mannschaften zu messen, mit denen wir vermeintlich auf Augenhöhe sind“, so Fröhlich. „Sondern wir wollen uns in eine Lage versetzen, dass wir gegen jeden gewinnen können.“ Es sind die gleichen Worte wie vor zwei Jahren, als der frühere Spielmacher einen Abstiegsrunden-Teilnehmer übernommen und in steilem Tempo an die Spitze der Regionalliga geführt hat. Eine Entwicklung, welche dem TSB nur wenige zugetraut hatten – und die in der höheren Spielklasse noch nicht beendet sein muss.
Die 3. Liga soll mehr als nur ein Abenteuer sein, so hat es Fröhlich schon unmittelbar nach den Feierlichkeiten vorgegeben: „Wir arbeiten ja nicht kontinuierlich daran, damit wir einmal den Kopf rausstrecken und der uns dann gleich abgeschnitten wird. Wir sind über zwei Jahre in verdientem Maße aufgestiegen. Deshalb sind wir jetzt in der 3. Liga richtig und werden uns da etablieren.“
 
Zeit also für ein neues Kapitel der Erfolgsgeschichte.

TSB-Kader 2026/27

Tor: Fabian Bauer (22 Jahre), Devin Immer (23), Daniel Mühleisen (29),
Rückraum: Tom Abt (23), Yannik Leichs (26), Andreas Maier (25), Arian Pleißner (22), Kai Schäffner (24), Stefan Scholz (25), Lenny Schwenk (19)
Außen: Wolfgang Bächle (31), Niklas Burtsche (24), Nils Eilers (26)
Kreis: Kai Kiesel (23), Christian Waibel (38), Jonas Waldenmaier (29), Sören Winger (23)
(Text und Bilder: Nicolas Schoch)