D-Jugend 2020/21: „Wir wollen jedes Spiel gewinnen – egal wie der Gegner heißt“

Das neue Trainerduo Tom Abt und Can Oktay will die positive Entwicklung in der D-Jugend weiter vorantreiben. Statt von einzelnen Top-Torjägern lebt die Gmünder Mannschaft von ihrem herausragenden Teamspirit und braucht sich spielerisch in der Kreisliga Stauferland vor niemandem zu verstecken.

Das neue Trainerduo Tom Abt und Can Oktay will die positive Entwicklung in der D-Jugend weiter vorantreiben. Statt von einzelnen Top-Torjägern lebt die Gmünder Mannschaft von ihrem herausragenden Teamspirit und braucht sich spielerisch in der Kreisliga Stauferland vor niemandem zu verstecken.

Kreisliga 2020/21

In der Vorsaison war es Lukas Waldenmaier gelungen, innerhalb kürzester Zeit aus einer bunt zusammengewürfelten Truppe ein Spitzenteam zu formen. Der verdiente Lohn: Rang drei in der Bezirksklasse. In einer zweigeteilten Liga waren die Gmünder quasi „Best of the Rest“. Wobei sich das viel schöner anfühlte, als es klang, so der Trainer: „Es war ein Jahr, das mir und jedem Einzelnen sehr viel Spaß gemacht hat. Klar wäre mit etwas Glück auch mehr drin gewesen, doch das ist in der Jugend nicht das Entscheidende.“ Dass die Ligasaison derart positiv verlaufen würde, damit war vergangenen Sommer keinesfalls zu rechnen. In der Qualifikation hatte die neu formierte Mannschaft kräftig Lehrgeld bezahlen müssen und teils deutliche Niederlagen einstecken müssen. „Doch wir sind immer weiter zusammengewachsen“, lobt Waldenmaier.
 
Eine offensive Abwehr und gefährliches Konterspiel waren die Erfolgsfaktoren. Neun von 13 Spielen gewannen die „Jets“ und mussten sich lediglich den beiden Spitzenteams aus Aalen und Wangen/Börtlingen in beiden Duellen geschlagen geben. Wobei der TSB den späteren Titelträger aus Aalen in dessen Halle sogar knapp mit 17:16 bezwungen hatte. Allerdings wurde die Partie aufgrund eines Formfehlers in der Aufstellung rückwirkend mit 2:0 für den Gegner gewertet. Eine „kuriose Sache“, findet Waldenmaier und schüttelt ungläubig den Kopf. Für ihn viel wichtiger war aber Tatsache, dass das Gmünder Spiel anders als bei zahlreichen Gegner nicht auf einer „One Man-Show“ beruhte. Zwar ragten Niko Hieber (56/2 Saisontore) sowie Felix Bauer (54/3) aus dem Kollektiv heraus, doch in jeder Begegnung trugen sich mindestens sieben Spieler in die Torschützenliste ein. Das Team war der Star, unterstreicht Waldenmaier: „Wir haben von Spiel zu Spiel dazu gelernt und waren nicht von einem einzelnen Torjäger abhängig, sondern von unserem tollen Teamgeist. Besonders in der Abwehrarbeit haben wir große Schritte nach vorne gemacht.“
Umso gespannter dürfen Fans und Eltern auf die weitere Entwicklung dieser Jungs sein. Sowohl von jenen, die in die C-Jugend aufgerückt sind, als auch von jenen, die in der D-Jugend verblieben sind. Obwohl der Kader ziemlich dünn besetzt ist, sind die beiden neuen Trainer Tom Abt und Can Oktay schon nach kurzer Zeit rundum begeistert von ihren Schützlingen: „Wir haben eine echt schlagkräftige Mannschaft beisammen. Da gilt es den Kindern ein Lob auszusprechen, sie sind alle sehr lernwillig und ziehen im Training voll mit. Sie nehmen Verbesserungsvorschläge an, auch wenn wir sie damit ein wenig ins kalte Wasser werfen.“ Umso schöner findet Abt die Entwicklungsschritte, hatte er einige der Jugendspieler doch bereits in der E-Jugend unter seinen Fittichen.
Wie auch ihr Vorgänger haben die beiden 18-jährigen Coaches ein besonderes Augenmerk auf die Abwehrarbeit gerichtet. „Diese spielt in der D-Jugend erstmals eine wichtige Rolle“, betont Abt: „Die Teamarbeit spielt da eine tragende Rolle. Im Angriff wird es wichtig sein, nicht nur über die körperliche Größe zu spielen, sondern auch das spielerische im Eins gegen Eins zu erlernen.“ Je mehr Siege dabei herausspringen, umso schöner wird es. Auch wenn man sich über die Stärke der Konkurrenz weitestgehend im Unklaren befindet, will Tom Abt seine Siegermentalität weitergeben:„Wir versuchen jedes Spiel zu gewinnen, egal wie der Gegner heißt.“
 
Das Team: Ben Bubeck, Ruben Hermann, Mia Hieber, Johann Kim, Robin Jan Krotschak, Maximilian Fabrice Lorenz, Tim Pfisterer, Louis Reinert, Nelli Schrammel, Linus Schurr, Mehmet Furkan Tekir, Judith Vatheuer, Jakob Westenburger, Joschua Wild, Max Wollmann, Simon Zurmühl

(Text und Bilder: Nico Schoch)