Das Perspektivteam des TSB Gmünd hat das nächste Ausrufezeichen gesetzt und marschiert als einzig ungeschlagenes Team an der Tabellenspitze der Bezirksklasse vorneweg. Obwohl der siebte Sieg in Serie mit einem 39:26 (18:8) gegen die SG Lauterstein 3 recht deutlich ausfiel, war Trainer Andreas „Rudi“ Rascher nicht völlig zufrieden.


„Ich möchte nicht behaupten, dass wir das Spiel zu locker angegangen sind“, befand Rascher: „Doch wir sind nicht so fokussiert und aggressiv in der Abwehr aufgetreten wie in den vorherigen Spielen. Uns haben ein paar Prozent gefehlt.“ Es sind ungewohnt kritische Worte nach einem Heimerfolg mit 13 Toren Unterschied, der eigentlich zu keiner Zeit in Gefahr war. In der Anfangsphase allerdings ging es hin und her. Der TSB legte zwar von Anfang an eine Führung vor, dennoch sahen die 50 Zuschauer in der Großen Sporthalle bis zum 5:5 (11.) eine ausgeglichene Begegnung. „Wir haben einige Tempo-Gegenstöße vergeben und zu viele technische Fehler gemacht“, bemängelte Rascher.


Nach der Pause allerdings fiel der TSB in alte Muster zurück. „Immer wenn wir ein Tor gemacht haben, haben wir im direkten Gegenzug auch ein Tor bekommen“, vermisste Rascher die gewohnte defensive Stabilität. Deutlicher als auf 22:9 (33.) konnten die Gmünder nicht davonziehen, Lauterstein betrieb Schadensbegrenzung. Der Torhunger der „Jets“ ließ ebenfalls nicht nach. Jeder TSB-Feldspieler trug sich in die immer länger werden Torschützenliste ein und nur knapp wurde die 40 Tore-Marke verpasst. Pleißner sorgte schließlich für den 39:26-Endstand. „Mit dem Ergebnis an sich können wir zufrieden sein, aber nicht wie es zustande gekommen ist“, befand Rascher und warnte zugleich: „Gegen einen stärkeren Gegner kann das schnell bestraft werden.“


Bereits am Sonntag (15:55 Uhr / Lautertalhalle Donzdorf) müssen die Gmünder abermals unter Beweis stellen, dass sie mit ihrer Favoritenrolle umgehen können. Die Gastgeber von der HSG Winzingen-Wißgoldingen-Donzdorf 2 belegen derzeit zwar nur den neunten Rang, überraschten zuletzt aber mit einem 22:22-Remis gegen den Tabellenzweiten aus Aalen. Einen solchen Ausrutscher will das TSB-Perspektivteam unbedingt vermeiden. An Selbstvertrauen kann es jedenfalls nicht mangeln, das weiß auch Rascher: „Wenn wir unsere Stärken auf die Platte bringen und konzentriert ins Spiel gehen, haben wir das Potenzial jeden zu schlagen.“

TSB 2: Julian Sacher, Sascha Grützmacher – Arian Pleißner (10), Valentin Pick (8), Robert Heer (4), Lukas Lehle (3), Vincent Pick (3), Jonas Schmutzert (3/1), Florian Krazer (2), Kai Kiesel (2), Louis Waldraff (1), Patrick Watzl (1), Jonas Schwenk (1), Moritz Kienzle (1)
SGL 3: Kim Sperrfechter, Luke Lehner – Adrian Grupp (6), Jochen Nagel (5), Marvin Pihon (4), Simon Kottmann (4), Jonathan Kirrmann (4/1), Nico Neumann (2), Alexander Auer (1), Florian Kirrmann, Jannis Schraag, Max Nagel
Siebenmeter: TSB 3/1 – SGL 1/1
Zeitstrafen: TSB 4 Minuten – SGL 6 Minuten
Schiedsrichter: Koray Bahadir (TV Altenstadt)
Zuschauer: 50
(Text: Nico Schoch – Bilder: Enrico Immer)
