Der Primus ist eine Nummer zu groß für das TSB-Perspektivteam

Handball, Landesliga III: Die SG Ober-/ Unterhausen marschiert unaufhaltsam der Meisterschaft entgegen. Im Spitzenspiel leistet der viertplatzierte TSB Gmünd II bis zum Schluss harte Gegenwehr, ist bei der 22:30 (10:18) – Niederlage aber dennoch machtlos.

 

In seiner Landesliga-Premierensaison hat sich das TSB-Perspektivteam viel Respekt erarbeitet. Auch weil die „Jets“ als bislang einziges Team einen Punkt aus Ober-/Unterhausen entführt haben, vertraute der Spitzenreiter beim Rückspiel im Remstal auf die Unterstützung eines vollbesetzten Fanbusses. Der Plan ging auf, von Beginn an übernahm die SG das Kommando. Die Gmünder Flügelflitzer Maniel Menz und Vincent Pick konnten bis zum 3:4 (6.) zunächst den Anschluss aufrecht erhalten. Doch offensiv fehlte den Hausherren, die neben Arian Pleißner auch auf Stammkeeper Giovanni Gentile verzichten mussten, die gewohnte Durchschlagskraft.

 

An der konzentrierten Gästeabwehr mühten sich die TSBler vergeblich ab und wurden eiskalt ausgekontert. Mit sieben Toren innerhalb von nur fünf Minuten zog Ober-/Unterhausen zügig davon, die Kluft wuchs bis zum 8:16 (22.) weiter an. Nur bedingt konnten der neunfache TSB-Torschütze Louis Waldraff und seine Kollegen die erhofften Nadelstiche setzen. Doch die Jets kehrten gestärkt aus der Kabine zurück und kämpften sich in der zweiten Hälfte zurück ins Spiel. Kai Jaros ging als Regisseur voran, von Außen nutzen Pick und Dominic Boland ihre Chancen konsequent. Statt mit 10:18 (30.) lagen die Hausherren nur noch mit 15:19 (37.) zurück und zwangen den Klassenprimus zu einer Auszeit.

 

Es entwickelte sich nun ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, in dem sich die SG den entscheidenden Tick kaltschnäuziger präsentierte. Der starke Waldraff hielt den TSB zunächst im Rennen. Durch eine Zeitstrafe geschwächt, bedeutete der nächste 0:7-Negativlauf das jähe Ende der Gmünder Aufholjagd. Waldraff und Waibel beendeten zwar die zehnminütige Durststrecke, doch beim Stand von 19:27 (53.) ging es nur noch um Schadensbegrenzung. Die Jets wehrten sich tapfer, doch die Gäste ließen nichts mehr anbrennen. Der Siebenmetertreffer von Can Oktay zum 22:30-Endstand war der Abschluss dieses Spitzenspiels, in dem die jungen Gmünder Lehrgeld zahlten und die Stärke des designierten Meisters neidlos anerkennen mussten.

 

Nach sieben Siegen in Folge reicht der SG Ober-/Unterhausen am 07.April gegen die abstiegsbedrohte HSG Bargau/Bettringen schon ein weiterer Punkt zur vorzeitigen Meisterfeier. Doch auch das Gmünder Perspektivteam hat Grund zum Jubeln, der Klassenerhalt ist inzwischen auch rechnerisch perfekt und in den verbleibenden drei Partien könnte sogar noch der Sprung auf den zweiten Platz gelingen. Dort liegt mit zwei Punkten Vorsprung derzeit noch der TSV Bartenbach, bei dem die Jets am 07.April (18 Uhr / Parkhaushalle Göppingen) das nächste Topspiel erwartet. Für TSB-Trainer Andreas „Rudi“ Rascher wird es kurz vor seinem Abschied aus Gmünd zweifellos ein besonderer Auftritt gegen seinen Heimatverein.

 

TSB II: Julian Sacher, Lucas Schmutzert – Louis Waldraff (9/1), Vincent Pick (4), Kai Jaros (2), Manuel Menz (2), Dominic Boland (2), Christian Waibel (1), Florian Krazer (1), Can Oktay (1/1), Paul Fritz, Heiko Beck, Benedikt Ocker, Noel Reibstein

 

(Nico Schoch)