Der TSB Gmünd II kassiert beim Tabellendritten HSG Ebersbach/Bünzwangen mit 19:34 (6:14) die nächste herbe Niederlage und rutscht wieder auf den letzten Platz der Landesliga ab. Drei Spiele vor Saisonende laufen die Planungen längst zweigleisig, um auch künftig ein schlagkräftiges Perspektivteam zu stellen.

"Was soll ich den Jungs für einen Vorwurf machen?", fragte Trainer Sebastian Adam nach der elften Niederlage im 15.Spiel. Sein letztes Aufgebot wehrt sich tapfer gegen den drohenden Abstieg, traf aber auf einen formstarken Gegner, der zudem die 25:39-Niederlage aus dem Hinspiel in Gmünd unbedingt vergessen machen wollte. Im Vergleich dazu war der TSB II nicht mehr wiederzuerkennen, doch trotz aller Rückschläge stimmten Einsatz und Courage.
"Im Sechs gegen Sechs haben wir sie gut verteidigt", bilanziert Adam den lange Zeit sehr ordentlichen Auftritt: "Auch wenn uns vorne die Effizienz gefehlt hat, war das eine unserer besseren Halbzeiten." Nach eine anfänglichen 2:1-Führung gerieten die Jets zwar ziemlich schnell deutlich ins Hintertreffen, ließen sich aber auch nach einem 0:5-Lauf nicht abschütteln. Beim 4:12 (21.) ging noch einmal Ruck durch die Mannschaft, in der harzfreien Halle wussten zumindest Dominic Boland und Manuel Menz ihre Chancen zu nutzen. Kurz nach der Halbzeitpause verkürzte Kai Jaros auf 8:14 (33.). Bis dahin hatte der TSB sogar nur vier Gegentore aus dem stehenden Angriff zugelassen – besser geht es fast nicht. Dennis Slonek war bis dahin ein guter Rückhalt, doch die Ballgewinne wurden zu selten genutzt.
Ohne ihren besten Torjäger Louis Waldraff fehlte den Gästen die offensive Durchschlagskraft, allmählich ließ auch die Kraft nach. Nur noch selten konnte der TSB seine Nadelstiche setzen, lag nach 40 Minuten erstmals mit zehn Toren zurück. Dann riss der Faden vollends, der TSB lief in Konter und steuerte beim 14:28 (48.) dem nächsten Debakel entgegen. Die Gmünder berappelten sich nochmals. Auch wenn die letzten beiden Treffer von Jaros den 19:34-Endstand nicht angenehmer machten, so war es phasenweise doch eine Leistung, auf die sich aufbauen lässt.
Als neues Schlusslicht liegt der TSB II (8:22 Punkte) weiterhin zwei Punkte hinter dem rettenden Ufer zurück. Um die Hoffnung nicht zu verlieren, braucht es am Sonntag (17 Uhr) dringend einen Sieg beim Tabellensiebten TSV Zizishausen (11:17). "Wenn wir das schaffen, dann haben wir einen 50-50-Chance", meint der Sportliche Leiter Jürgen Rilli. Zwei weitere Endspiele warten am 29.März beim Vorletzten EK Bernhausen (9:17) sowie am 06.April beim TSV Köngen (13:13), der als Vierter auch noch nicht gesichert ist.
"Wir tun alles dafür, um die Landesliga zu halten", betont Rilli. Die Planungen im Hintergrund laufen allerdings schon zweigleisig. Der Sportliche Leiter ist in aussichtsreichen Gesprächen mit mehreren Neuzugängen. Ob weiterhin in der Landesliga oder in Bezirksoberliga: Rilli ist absolut überzeugt davon, "dass wir auch nächste Saison ein gutes Perspektivteam haben und die positive Entwicklung der vergangenen Jahre weiter beibehalten."
Ob sich die Mannschaft von diesem Optimismus anstecken lässt?
TSB II: Dennis Slonek, Julian Sacher – Dominic Boland (5), Manuel Menz (4/2), Sebastian Wittek (3), Kai Jaros (3), Florian Krazer (2), Vincent Pick (1), Jonas Schmutzert (1), Lennard Sonnentag, Jonathan Leichs, Can Oktay
(Nicolas Schoch)